Ehrgeiz…
Gesundheit… ein weltliches Leben… Zeiten der Ruhe… (“Energie parken!”)…

Es ist immernoch schwer, dies alles zusammenzubringen.

Das Thema “Partnerschaft” scheint für mich geklärt: Allein die zweckmäßigen, weltlichen Vorteile können für mich einen Grund hergeben. Ansonsten entspricht es meiner Natur, allein auf Gott zuzugehen. In keinem Fall kann “Liebe” einen höheren Stellenwert für mich einnehmen und jeder Blick nach rechts oder links – zu einem Menschen, der langsamer auf Gott zugeht – entspricht einfach nicht meiner innersten Natur.
Allerdings könnte, was eben die praktische Seite angeht, eine Partnerschaft für mich gerade sehr sinnvoll sein, weil mich im Moment nichts anderes so sehr auf Trab halten könnte, oder zumindest eine gehörige Extraportion Aktivität in meinen Alltag bringen könnte. Da ich immernoch solch unglaubliche Schwierigkeiten damit habe, auf natürliche Weise “Energie zu parken” – sprich: zur Ruhe zu kommen ohne in Lebensmüdigkeit zu verfallen – wäre das genau das Richtige für mich. Ich befinde mich viel zu oft in einem Zustand, in dem ich zu wach bin, um zu schlafen, aber auch zu schläfrig, um etwas kreativ Anspruchsvolles zu tun, wie es doch eigentlich meine Art wäre.
(Die Diagnose “Depression” weise ich ab, da dies nicht mit kummervollen Gedanken einhergeht. Vielmehr sehe ich das Phänomen als etwas an, das sich im Körper festgesetzt hat, weil ich eine viel zu lange Zeit meine Energien widersprüchlich und äußerst dumm dirigiert habe. Dies wiederrum hatte natürlich “psychische” bzw. mentale Gründe.)

Was Ehrgeiz genau ist, habe ich auch noch nicht richtig beschreiben können. Fest steht erstmal, dass es nichts mit “Ehre” und auch nichts mit “Geiz” zu tun hat. Eine prinzipiell negative Bewertung ist völlig überflüssig, wenngleich sich natürlich Szenarien ausdenken lassen, in denen Ehrgeiz auch eine negative Rolle spielt und Warmherzigkeit oder selbstloses Engagement verdrängt.

“Tendenz zur Strebsamkeit” wäre vielleicht eine gute Bezeichnung für die betreffende Charaktereigenschaft.
“Konzentrationswilligkeit”… “Willigkeit”…
“Zielliebe”: allerdings – dies ist überaus wichtig – eine unbewusste Zielliebe, zumindest unbewusst genug, um nicht ständig nach dem letzten Sinn hinter allem und jedem zu fragen, was stark die Motivation untergraben würde.


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